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Hanf als Zimmerpflanze - Was ist erlaubt, was verboten?

Hanf als Zimmerpflanze - Was ist erlaubt, was verboten? - hanfplatz

Bislang ist das Anbauen von Hanfpflanzen in Deutschland für Privatpersonen verboten (Stand: 8/2022). Und zwar unabhängig vom Geschlecht sowie dem THC-Gehalt der Pflanze. Informationen dazu gibt es beim Deutschen Hanfverband. Eine Ausnahme ist nur mit Sondergenehmigung möglich. In diesem Fall ist der Anbau und die Ernte von Hanf erlaubt. Jedoch wird eine solche Genehmigung nur in sehr seltenen Fällen (z. B. Anbau für die Forschung sowie Anbau durch Schmerzpatienten, welche sich medizinisches Marihuana nicht leisten können) erteilt. Das deutsche Recht sieht bei einem Anbau ohne Genehmigung einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, der Anbau von Hanfpflanzen ist demnach strafbar.

Der Hanf als Zimmerpflanze

Wer Hanf als eine dekorative Zierpflanze betrachtet, wird nur selten ernst genommen. Tatsächlich sind Hanfpflanzen - die Vorurteile mal über Bord geworfen - durchaus schöne Pflanzen. Eine Alternative wäre Nutzhanf mit einem THC-Gehalt von weniger als 0,3 %. Allerdings erreichen die Pflanzen Wuchshöhen von bis zu fünf Metern, weshalb selbst in Altbauwohnungen schnell die Grenzen des Möglichen erreicht sind. Auch wenn diese extremen Höhen nur unter optimalen Bedingungen vorkommen, es gibt Möglichkeiten die Hanfpflanze im Zaum zu halten. Mit geringer Topfgröße, fehlendem Dünger, einer nahen Lichtquelle und entsprechender Belüftung lässt sich dem Wildwuchs entgegenwirken. Doch auch Nutzhanf bildet Blüten aus, die wie die THC-haltigen Verwandten riechen. Und auch Nutzhanf ist als Zimmerpflanze in Deutschland aktuell verboten.

Hanfpflanzen sind pflegeleicht

Hanfpflanzen, die als Zimmerpflanzen gehalten werden sollen, haben einen großen Vorteil zu anderen Pflanzen: sie sind recht pflegeleicht. Um nicht zu "spargeln" – also lang und dünn in die Länge zu wachsen – benötigen Hanfpflanzen einen Platz an der Sonne. Zu blühen beginnt Hanf nur, wenn die Pflanze weniger als 18 Stunden Tageslicht erhält.

Und ein weiterer Vorteil: Der Geruch von Hanf schreckt Mücken und auch andere Insekten ab. Ein guter Grund also, sich Hanf als Zimmerpflanze zu ziehen.

Hanf als Zimmerpflanze – vielfältige Nutzung, ganz ohne Rausch

Nutzhanf verursacht keinen Rausch, wie es THC-haltige Cannabis-Pflanzen tun. Eine Ernte der Blätter wäre vollkommen legal möglich. Aus diesen lässt sich zusammen mit anderen Kräutern wie Minze und Zitronenmelisse ein leckerer frischer Tee zubereiten, weshalb Hanf durchaus auch als Küchenpflanze etwas hermacht.

Hanfpflanzen richtig entsorgen

Wer mit Sondergenehmigung Hanfpflanzen anbauen darf, wird diese früher oder später entsorgen müssen, wenn sie eingehen. Auch Grünschnitt muss regelmäßig entsorgt werden. Um bei der Entsorgung aber keine Fehler zu machen und die charakteristische Geruchsbelästigung zu vermeiden, gibt es einiges zu beachten. So ist es ratsam, die Pflanze klein zu schneiden oder zu hacken und dann unter andere Küchenabfälle zu mischen. Die Überreste der Pflanze sollten möglichst als erstes im Biomüll landen und mit übrigem Abfall bedeckt sein. Der durch Wärme beschleunigte Kompostierungsprozess lässt die Pflanze schnell verrotten.

Hanfpflanzen als Zimmerpflanze – eine Zierde

Hanfpflanzen sind aufgrund ihrer Optik durchaus eine Zierde und auch als Zimmerpflanzen geeignet. Bislang darf in Deutschland jedoch auch kein Nutzhanf legal angebaut werden – weder im Garten noch in der Wohnung. Wer erwischt wird, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen, sofern keine Sondergenehmigung für den Anbau vorliegt. Mit einer Legalisierung von Cannabis könnte sich in Zukunft aber auch die Rechtslage hinsichtlich des Anbaus ändern.

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